In den Schützengräben des Ersten Weltkrieg entstanden die ersten Noten zu seinem bekannten Lied. Nach einem Granateneinschlag sagte er zu seinen Kameraden :"Gebt mir einen Bleistift. Ich will eine Melodie aufschreiben, die mir soeben eingefallen ist. Es summt mir im Ohr ’Als ich einmal einsam ging...’." von meinem Freund Löns. Das war die Geburtsstunde des bekannten Heide-Liedes, das bis heute das Lied der Jäger und Naturfreunde geblieben ist.
Blume lebte als Kapellmeister, fahrender Sänger, singender Musikant und als freier Künstler in Düsseldorf und später in Berlin. Dort komponierte er unzählige Lieder, zum Beispiel "Das ist der Zauber von Düsseldorf am Rhein". Die Gema-Liste vom 16. April 1973 verweist auf 158 Kompositionen von Karl Blume. Der größte Durchbruch gelang Blume 1932 mit dem Heide-Lied in Berlin. In der ersten Verfilmung 1932 spielte er selbst als lustiger Musikant mit. Blume war umworben von den Anhängern der leichten und doch so fröhlichen Muse. Die Arbeiten Karl Blumes werden im Westfälischen Musikarchiv Hagen im Zentralarchiv der Löns-Vertonungen sorgfältig verwaltet. Karl Blume starb am 5. Januar 1947 im Hubertuskrankenhaus Berlin-Schlachtensee. Er fand auf dem Waldfriedhof von Klein-Muchow seine letzte Ruhestätte.
Die Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger haben ihm 1963 mit der Ruwe-Bronze- Plastik eines sitzenden Lautenspielers in der Grünanlage Riedenbach ein Denkmal errichtet.
Gerrit Nüßmeier
Quelle: Lönsdichtungen im Klangbild von Henry Peters-Arnolds





